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Mehr Informationen zu RIT®


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Entwicklung der Reflexintegration

Als Begründerin der Reflexintegration gilt Sally Goddard Blythe, die schon vor 40 Jahren in Chester/England das Institut für Neuro-Physiologische-Psychologie (INPP) gründete und seitdem erfolgreich mit Bewegungsprogrammen die neuromotorische Reife bei Kindern fördert.

Der schwedische Arzt Dr. Harald Blomberg hat das Bewegungstraining "RMT" (Rhythmic Movement Training) entwickelt und behandelt über 25 Jahren damit erfolgreich geistig und körperlich behinderte Kinder, Autisten und die Symptome von AD(H)S und Lese-/Rechtschreibeschwierigkeiten.

Das Sieber und Paasch Institut in München hat mit der RIT® Reflexintegration das Reflexintegrationstraining um Komponenten wie dem isometrischen Druck und der beidseitigen Gehirnhälftenstimulation erweitert. Dadurch wird der Aufbau stabiler Nervenbahnen innerhalb und zwischen den Funktionsbereichen des Gehirns beschleunigt und die noch aktiven Reflexe schneller zurückgebildet.


Die Gehirnentwicklung

Bereits im Mutterleib und noch im ersten Lebensjahr bewegt sich das Kind nach automatisch vorgegebenen Mustern, die vom Stammhirn gesteuert werden. Das sind Urreflexe, mit der Aufgabe Gehirnareale zu verknüpfen und Muskelspannung aufzubauen, damit sich die Fein- und Grobmotorik gut entwickeln kann.

Im Laufe des ersten Lebensjahres werden diese automatischen Bewegungen (frühkindlichen Reflexe) "gehemmt" und das Kind kann sich mehr und mehr gezielt selbst bewegen, bis hin zum aufrechten Gang.
Diese Reflexbewegungen entstehen entwicklungsbedingt nacheinander, sind unwillentlich und werden , wenn sie ihre Aufgabe erfüllt haben, vom Gehirn durch willentliche Bewegungen des Kindes ersetzt (Integration). Erst wenn das erfolgt ist, haben wir uns zu aufrecht stehenden, gehenden, vorausschauend planenden und kognitiv denkenden Menschen entwickelt. Bleiben jedoch Restmuster der Urreflexe aktiv, kann sich das in Schul- und Verhaltensproblemen zeigen.

Durch die moderne Hirnforschung wissen wir heute, dass unser Gehirn neuroplastisch ist, d.h. noch in jedem Alter in der Lage ist, neue Nervenverknüpfungen zu bilden bzw. verletzte Nervenverknüpfungen wie z. B. nach einem Schlaganfall, wieder aufzubauen.

Genau hier setzt die RIT®-Reflexintegration an, indem Nervenverbindungen aufgebaut und somit Entwicklungsverzögerungen aufgeholt werden.


Warum bilden sich manche frühkindliche Reflexe Entwicklungsbedingt nicht zurück?

Erfolgen zu wenig, durch frühkindliche Reflexe ausgelöste Impulse, findet keine ausreichende Stimulation über die Nervenbahnen statt und die einzelnen Gehirnareale werden nicht genügend vernetzt. Dies verhindert, dass der frühkindliche Reflex nach der Gehirnreifung vollkommen durch willentliche Bewegungen des Kindes ersetzt wird, was zu Lern- und Verhaltensauffälligkeiten führt.

  Gründe für eine mangelnde Stimulation:
 
  - lange Bettlägerigkeit der Mutter während der Schwangerschaft
  - stressige und komplizierte Schwangerschaft
  - komplizierte Geburtsverläufe (Kaiserschnitt, Sturtz-, Glockengeburten usw.)
  - langer Bewegungsmangel des Kindes z. B. durch Krankheit
  - Überspringen des Krabbelstadiums etc.